| Rückblick |
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April 1995 - April
2005: 10 Jahre Cutting Club. Nur wenige sind von Anfang an dabei, deshalb wird es
sicherlich für Dich interessant sein, unserem kurzen Abriß zu folgen. Schnell ist die Idee zur Gründung einer Gruppe zum
Erfahrungsaustausch geboren. Chris und Maurice schalten Kleinanzeigen in vielen
regionalen Magazinen und in der Schwulen-Presse. Die Reaktionen sind
beeindruckend. Es gibt so viele Männer, die an diesem Thema interessiert sind.
Der Club ist gegründet. Dann erscheint der erste Artikel über den Cutting Club in der "Rosa Zone". Ein Vorläufer des Euro Gay Magazin, zu dieser Zeit nur im Ruhrgebiet verbreitet, ist zwar eher skeptisch, doch werden eine Vielzahl Männer aufmerksam und melden sich bei den beiden Gründern. Mit den bisherigen Mitteln ist die Nachfrage nach Informationen nicht mehr zu befriedigen. Als erster Schritt zu einer geeigneten Logistik muß ein PC und für das große Postaufkommen ein Postfach her. Aber nicht nur Einzelpersonen fordern Informationen und Erfahrungsaustausch, viele Schwulengruppen in NRW möchten nun über die Vorteile der radikalen Zirkumzision aufgeklärt werden. Sie laden die Initiatoren Chris und Maurice zu ihren Gruppenabenden ein. Man muß den Leuten in den Gruppen und den vielen einzelnen Ratsuchenden auch etwas schriftliches an die Hand geben können. So entsteht die erste Version unseres Faltblatts "Beschneidung – Weniger ist einfach mehr!" Eine der beliebtesten Fernsehsendungen nachts um eins ist die "Radiosendung" Domian vom WDR. Hier rufen Menschen an, um mit dem Moderator über ihre Interessen, Gefühle und Vorlieben zu sprechen. Jürgen Domian gilt als weltoffen und tolerant. Also warum nicht auch mal mit ihm in seiner Sendung über Beschneidung reden? Doch sein Verständnis für unser Anliegen ist eher nicht
vorhanden und seine Antworten Zeichen purer Ablehnung. Doch nicht alle seiner
Zuhörer und Zuschauer sind seiner Meinung und vor allem andere Journalisten
entdecken ihr Interesse am Sein oder Nichtsein des Hautzipfelches. Wir schreiben
inzwischen das Jahr 1996. Bei "Liebe Sünde" wird im Unterschied zu "Domian" nicht nur erzählt, es wird in erster Linie auch gezeigt! Also geht’s zu Filmaufnahmen in eine Düsseldorfer Sauna. Hier kann man die Unterschiede am "lebenden Objekt" sehen. Das Interesse weiterer Männer ist geweckt! Auch die Macher von "Schreinemakers live" haben inzwischen vom Cutting Club gehört und eine Einladung in die von Jörg Wontorra moderierte Sendung bei Sat1 folgt prompt. Vier Millionen Zuschauer sehen die Erstausstrahlung. So viel Publicity macht neugierig und so wundert es gar nicht, daß sogar die politische Zeitschrift ‚Die Woche’ das Thema Beschneidung aufgreift. Natürlich sollen auch unsere Mitglieder über all diese Entwicklungen und andere interessante Themen auf dem Laufenden gehalten werden, darum werden Newsletter und das Cutting Club Magazin ins Leben gerufen. Gleichzeitig entsteht das blaue Faltblatt, daß über die Arbeit des Cutting Clubs informiert. Da die Mitglieder mittlerweile aus allen Teilen Deutschlands kommen, wächst
der Wunsch möglichst viele zusammen zu bringen. Wer gemeinsam feiert, lernt sich
besser kennen. Unserer Einladung in ein Oberhausener Bistro folgen zwar nur
fünfunddreißig Mitglieder, doch dafür wird der Seit 1997 haben wir natürlich die Flyer immer wieder überarbeitet und aktualisiert. Die Nachfrage danach ist groß, vor allem auch an unseren Ständen bei den CSDs in Köln und Frankfurt/Main wollen sich viele Männer über die Vorteile der Vorhautbeschneidung informieren. Doch auch viele Frauen sind von unserer Aufklärungsarbeit fasziniert, informieren sich und sprechen mit ihren Partnern darüber. So finden auch viele Heteros unsere Arbeit hilfreich und fordern verstärkt Informationen an. In den Folgejahren haben wir Stände bei den CSDs in Berlin, Köln und Hamburg oder verteilen Infos, wie etwa in München. Um unsere Mitglieder immer mit aktuellen News zu versorgen,
über Fernsehberichte, Radiosendungen, Zeitungsartikel oder Aktionen zu
informieren, schalten wir im Herbst 1997 eine Newsline. Gleichzeitig beginnt die
Realisierung des Internetauftritts. Am 1. Januar 1998 ist es dann soweit: die
Cutting Club Website wird freigegeben. Wenige Wochen später kommt dann auch ein
eigenes Diskussionsforum hinzu. Die Besucherzahlen sprechen für sich: mehr als
450 000 Gäste haben wir bisher gezählt. Aber auch unsere Magazine werden weiter erstellt. Nach sechs Ausgaben 1996/1997 gehören im Jahrgang 1998 der Gleitgeltest und 1999 die Vorstellung des Penistretchers zu den beliebtesten Artikeln. Doch das Medium Internet wird immer wichtiger. Immer mehr Mitglieder erreichen unsere Newsmailings per E-Mail. Hiermit können wir kurzfristiger auf Presseneuigkeiten hinweisen und auch zu unseren regionalen Meetings einladen. Ebenfalls erreichen uns auch viele Anfragen per E-Mail und so richten wir Anfang 1999 eine eigene E-Mailadresse für Beratungsanfragen ein. Hier kümmert sich ein Mitarbeiter nur um diesen Weg der Beratung. Doch eine optimale Beratung kann nur im persönlichen Gespräch
erfolgen. Einer oder zwei alleine können diese Arbeit aber nicht mehr leisten.
Aus dem Gedanken einer eigenen
Beratungshotline heraus wird im Jahr 2000 eine
0700er-Nummer geschaltet. Hier sitzen jeweils dienstags und donnerstags drei
Berater in verschiedenen Städten am Telefon und sind unter einer einzigen
Rufnummer zu sprechen. Gleichzeitig kündigen wir unsere alten weitbekannten
Rufnummern, über die wir bislang zu erreichen waren; schließlich möchten auch
wir nicht mehr zu allen möglichen und unmöglichen Tages- und Nachtzeiten, am
Wochenende und selbst zu Weihnachten vom Klingeln des Telefons geweckt werden. Dank der eingekehrten Ruhepausen kann jetzt endlich unser Beschneidungsratgeber, der erste seiner Art überhaupt, fertig gestellt werden. Die erste Auflage erscheint im September 2000 und findet reißenden Absatz und große Zustimmung. Vor allem Männer und Frauen, die sich bislang nicht direkt an uns gewandt haben, nutzen die Möglichkeit sich das Bestellformular für den Ratgeber im Internet herunterzuladen. Dieser Bestellschein steht in unserem neuen "Beratungsinfozentrum", das im Herbst 2000 auf unserer Website publiziert wird. Hier kann man sich jetzt auch unsere beiden Faltblätter auf den PC laden. Im Jahr 2002 fusionieren die Beratungsstellen von Info Circ und Cutting Club und treten jetzt gemeinsam als Euro Circ auf. Unseren Service können wir dadurch noch besser optimieren. Der Cutting Club richtet sich ab sofort jedoch nur noch an bereits beschnittene Gays und BIs.
Anfang 2003 erwecken wir unser Motto "Wir suchen - Du findest" zum Leben: Clubmitglied Marc brauchte 8 Std. um eine Hand voll Anzeigen beschnittener Typen in irgendwelchen Onlinekontaktmärkten zu finden. Unser neuer Suchrobot* schafft das per Knopfdruck in 8 Sekunden! Das was der Robot ausspuckt, veröffentlichen wir in unserer Sofortkontaktzone. Dieser Service ist nicht nur neu, sondern auch einmalig im gesamten Internet! Eine zweite Art der Newsmail informiert über Ereignisse zum Thema Beschneidung im TV. Somit verpassen unsere Mitglieder keinen TV-Beitrag mehr. Außerdem verhandeln wir mit Online-Shops, um Einkaufsrabatte an unsere Mitglieder weitergeben zu können. Den Anfang macht boutique4men. Viele Fragen zum Thema Beschneidung haben besonders unbeschnittene Jungs und Männer. Jedoch nahm die Teilnahme an unserem Diskussionsforum immer mehr ab. Grund dafür war vor allem der Registrierungszwang mit kompletter Angabe der Anschrift. Da jedoch viele noch unsichere Männer anonym bleiben wollen, haben wir uns zu einem neuen anmeldefreien Diskussionsforum entschieden, welches im Sommer 2003 erfolgreich online gestartet ist. Neujahr 2004: Der Cutting Club bekommt ein völlig neues und frisches Gesicht. Die neu designte Website ist aber nicht nur besonders hübsch, sondern bietet auch viele neue sinnvolle Features. Neben diversen Suchfunktionen, um andere Mitglieder aus der Wohnortnähe finden zu können, kann man Mitglieder zu Favoriten machen, die einem dann angezeigt werden, sobald sie online sind. Neu auch die Cutting Mailbox, mit der man Mails mit anderen austauschen kann. Der Suchrobot spuckt nun live nach PLZ sortiert die Ergebnisse der Anzeigen von beschnittenen Typen aus. Größtes neues Highlight ist unser interaktives Galerientauschsystem: Das Prinzip ist simpel. Das System einmalig in Deutschland: Jeder hat erotische Bildergalerien von beschnittenen Typen auf seinem Rechner. Davon lädt er welche hoch und erhält dafür die Galerien der anderen Mitglieder. Wir nennen das interaktives Galerientauschsystem. Andere einfach: Nonstop Erotik Power hoch 10! ;-) Damit sich alle Beschnittenen
untereinander kennenlernen können, auch die, die unseren Verein finanziell nicht
unterstützen können oder wollen, bieten wir ab sofort kostenlose
Mitgliedschaften an. Finanzielle Förderer (Premium-Mitglieder) erhalten aber
einige nützliche Vorteile, die sich für einen kleinen monatlichen Beitrag von 2 EUR
jeder leisten kann und sich
sicherlich lohnen. * programmiert von der Fa. Cochems Net http://www.cochems.net/ |
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